Auf welche Weise dies zu geschehen hatte, war die Frage, an der sich die heterogenen Geister der Novermbergruppe schieden. Für manche war es die ästhetische Befreiung der Künste, die die Gesellschaft erst zur Revolution mitreißen sollte, bei anderen wurde gar dar Wunsch nach einer Avantgarde für die Massen laut. So Max Pechstein: "Die Kunst dem Volk und das Volk durch Handwerk zur Kunst." Die Paradoxie einer Avant- garde, die im Dienst des politischen und gesellschaft- lichen Umbruchs die Nähe zur Masse gesucht hat, macht das Spannungfeld aus, in dem die allesamt dem modernen Geist der Weimarer Zeit ver- pflichteten Klavierwerke der Novembergruppe gehört werden können.